Paramahansa Yogananda
Vater des Yoga im Westen (1893-1952)
Paramahansa Yogananda ist der Yogi, der Kriya Yoga im Westen bekannt machte. Als Schüler von Sri Yukteswar und Autor der „Autobiographie eines Yogi" war er zugleich einer der Lehrer, die Kriya an Paramahansa Hariharananda weitergaben — jenen Meister, über den die auf dieser Website vermittelte Linie verläuft.
Wer war Paramahansa Yogananda?
Geboren als Mukunda Lal Ghosh am 5. Januar 1893 in Gorakhpur im Norden Indiens, wurde er zu einer der einflussreichsten spirituellen Gestalten des 20. Jahrhunderts. Schon als Kind erfüllte ihn eine brennende Sehnsucht nach Gott. Nach rund zehn Jahren der Schulung bei seinem Meister Sri Yukteswar widmete er sein Leben der Weitergabe des Kriya Yoga, zuerst in Indien, dann im Westen. Er verliess seinen Körper — was seine Schüler Mahasamadhi nennen — am 7. März 1952 in Los Angeles.
Wie begegnete er seinem Meister Sri Yukteswar?
Nach seiner Autobiographie suchte der junge Mukunda schon als Kind den Meister, dessen Gesicht ihm in Visionen erschien. Eines Tages, im Gebet, kündigte ihm eine innere Stimme an, sein Guru werde noch am selben Tag kommen. Am Ende einer Gasse in Benares erkannte er jenes in unzähligen Visionen geschaute Gesicht. Er zögerte, wandte sich ab — und spürte seine Schritte schwer wie Blei werden, bis er umkehrte. Da fiel er Swami Sri Yukteswar zu Füssen, einem direkten Schüler Lahiri Mahasayas, der ihn als den empfing, auf den er seit Jahren gewartet hatte. Er blieb fast zehn Jahre bei ihm.
Wie stark war sein Glaube? Die Prüfung von Brindaban
Seine Autobiographie schildert eine Szene, die sein grenzenloses Gottvertrauen zeigt. Sein skeptischer älterer Bruder forderte ihn heraus: die Stadt Brindaban ohne einen Pfennig zu erreichen, ohne zu betteln und ohne eine Mahlzeit auszulassen, und vor Mitternacht zurückzukehren. Unterwegs bestanden Fremde darauf, ihn und seinen Begleiter zu verpflegen und zu beherbergen; dann sprach sie ein junger Mann an, der versicherte, Krishna habe ihm ihre Gesichter gezeigt, und gab ihnen zu essen sowie die Rückfahrkarten. Sie kehrten vor der genannten Stunde zurück — und der überführte Bruder bat darum, in Kriya Yoga eingeweiht zu werden.
Wie beauftragte Babaji ihn, Kriya in den Westen zu bringen?
Am Vorabend seiner Abreise nach Amerika, so berichtet er, betete er mit äusserster Inständigkeit, um vor dem Aufbruch eine göttliche Gewissheit zu erhalten. Da klopfte ein junger Mönch an seine Tür: In ihm erkannte Yogananda Mahavatar Babaji, den unsterblichen Meister der Linie. Babaji sagte ihm, sein Gebet sei erhört worden, er sei derjenige, der auserwählt sei, Kriya Yoga im Westen zu verbreiten, und erinnerte an das einst Sri Yukteswar gegebene Versprechen, ihm diesen Schüler zu senden. Er kündigte an, Kriya werde sich schliesslich in allen Ländern ausbreiten, segnete ihn und verschwand.
Wie machte er Kriya Yoga im Westen bekannt?
1920 reiste Yogananda als Delegierter Indiens zu einem religiösen Kongress in Boston in die Vereinigten Staaten. Im selben Jahr gründete er dort die Self-Realization Fellowship (SRF), deren indischer Zweig die Yogoda Satsanga Society ist. Die letzten dreissig Jahre seines Lebens lehrte er Meditation und Kriya Yoga in Amerika — was ihm den Beinamen „Vater des Yoga im Westen" eintrug.
Was ist die „Autobiographie eines Yogi"?
1946 veröffentlicht, wurde dieser Bericht seines Lebens und seiner Begegnungen mit seinen Meistern zu einem spirituellen Klassiker, in Millionenauflage verbreitet und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Für viele Leserinnen und Leser im Westen war er die erste Tür zum Kriya Yoga.
Was verbindet ihn mit der hier vermittelten Linie?
Yogananda war nicht nur eine grosse Gestalt des Kriya Yoga: Er war auch einer der Lehrer von Paramahansa Hariharananda, dem er 1935 das zweite Kriya übergab. Hariharananda empfing ausserdem die Unterweisungen von Sri Yukteswar, von Swami Satyananda Giri und von Sanyal Mahasaya. Über Hariharananda und dann Paramapadma Dhirananda gelangte diese Linie bis zu Kripanandamoyima, die sie heute in der Schweiz lehrt. Yogananda seinerseits gründete die Self-Realization Fellowship, die sein Werk in der ganzen Welt fortführt.
Kriya Yoga heute leben
Kriya Yoga lernt man nicht aus Büchern: Es wird von Mensch zu Mensch weitergegeben, durch die Einweihung. Um diesen Weg kennenzulernen und zu üben, nimmt man am besten an einem Einführungsseminar teil.
Mehr über sein Leben: Wikipedia-Artikel — Paramahansa Yogananda.

